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Hinweise zur Ernährung des Sportpferdes

Die Versorgung des Freizeitpferdes, an das nur moderate
Leistungsanforderungen gestellt werden, ist im allgemeinen
durch die üblichen Krippenfutter
und eine ausreichende
Gabe von qualitativ
gutem Heu gesichert.
Das im Sport eingesetzte und
entsprechend trainierte Pferd erfordert
auf Grund der erhöhten
Arbeitsintensität darauf abgestimmte,
modifizierte Futterrationen. Das betrifft in erster Linie
die Energieversorgung für den
Aufbau und Erhalt der Muskulatur
sowie den Elektrolythaushalt bei
starker Schweißbildung.

Training – die Grundlage des
Muskelwachstums

Maßgeblich für den Aufbau der
Muskulatur ist ein durch den Trainingsreiz
ausgelöster Umwandlungsprozess
in den Muskelzellen.
In den darauf folgenden
Erholungs- und Ruhephasen
wächst die Muskelzelle bei entsprechendem
Nährstoffangebot
und nimmt allmählich an Größe
zu. Beim ausgewachsenen Pferd
findet dabei ausschließlich ein
Größenwachstum der einzelnen
Muskelzellen statt, eine Zunahme
der Zellenanzahl erfolgt dagegen nicht

Die optimale Kombination:
Proteine + Gamma Oryzanol
Zur weiteren, effektiven Stimulation
des Muskelstoffwechsels
über den Trainingsreiz hinaus ist
die Gabe von Gamma Oryzanol,
einem Bestandteil des Reiskeimöls,
erfolgversprechend. Die Bereitschaft
der Muskelzelle für die
Aufnahme von Nährstoffen, in
erster Linie von muskelaufbauenden
Proteinen, wird dadurch
nochmals intensiviert. Der dadurch
forcierte Umsatzprozess
ermöglicht einen nochmals gesteigerten
Erfolg beim Aufbau
kraftvoller Muskulatur.

Ohne Proteine keine Muskulatur
Muskelwachstum setzt
grundsätzlich eine ausreichende
Zufuhr entsprechender
Proteine voraus. Während
ein ausschließlich freizeitmäßig gerittenes Pferd in
diesem Punkt durch die normale
Fütterung gut versorgt
ist, muss die Futterration des
Sportpferdes den erhöhten
Proteinansprüchen der
wachsenden Muskulatur genügen

Dabei ist die Zusammensetzung
der Proteine aus ihren Bausteinen,
den Aminosäuren, von entscheidender Bedeutung. Nicht jedes
Protein ist geeignet, die Anforderungen
einer wachsenden
Muskulatur zu erfüllen. Eine unspezifische
Proteingabe belastet
z.B. die Leber, greift in den Temperaturhaushalt
des Pferdes ein
und hat unter Umständen sogar
einen leistungsmindernden Effekt

Eine geeignete Aminosäurenzusammensetzung
haben z.B. Proteine aus Soja- oder Leinmehlen.
Erheblich wirkungsvoller sind besonders
hochwertige und hochverdauliche Milchproteine, die sogenannten Kaseinate. Sie werden
bislang allerdings vorwiegend im
Bereich des professionellen Spitzensports
eingesetzt, um unter
diesen Bedingungen ein Optimum
an Ausdauerleistung und
Muskelkraft zu erzielen.